Erwerb von sozialer Qualifikation als Voraussetzung
zur erfolgreichen Integration in die Arbeitswelt
Was heißt soziale Qualifikation?
Als soziale Qualifikation wird das Vermögen einer Person bezeichnet, sich
in den Arbeitsmarkt eingliedern zu können, zu wollen und zu dürfen.
Warum ist soziale Qualifikation wichtig?
Der Erfolg zum (Wieder-)Eintritt in den und Verbleib am Arbeitsmarkt hängt in
starkem Maße davon ab, inwieweit die Person sich ihrer vorhandenen Potentiale
und Ziele bewusst ist und eine belastbare Entscheidung über notwendige Entwicklungen
zur Zielerreichung treffen kann.
Aus diesem Grunde beinhaltet das vorliegende Projekt Arbeiten zum Erwerb sozialer
Qualifikation, die sich mit der Stärkung von Selbstbewusstsein, Identifikation
von persönlichen Lebenszielen/Werten/Motivatoren befassen und in Handlungsstrategien
der Vertreter der Zielgruppe münden.
Wer hat Defizite in der sozialen Qualifikation?
Die Person mit Defiziten in der sozialen Qualifikation …
- ist sich nicht im Klaren darüber, was sie kann, welche fachlichen und fachübergreifenden
Kompetenzen sie also tatsächlich auszeichnen.
- ist sich nicht sicher, was sie will; was ihr wichtig ist; welche beruflichen Lebensziele sie hat.
- hat Schwierigkeiten zu bestimmen, wer welche Erwartungen an sie stellt.
- scheut davor zurück, wichtige Entscheidungen zu treffen.
- kann über ihre Stärken und Motive nur unzureichend Auskunft erteilen.
Wie kann soziale Qualifikation erworben werden?
ceFAS entwickelte einen Kurs zum Erwerb sozialer Qualifikation, der wie folgt aufgebaut ist:
Schritt 1:
Vermittlung von Wissen zu Werten, Rollen, Lebenszielen und deren Bedeutung für die Integration in die Arbeitswelt.
Schritt 2:
Durchführung von ceFAS-Festellungsverfahren zur Bestimmung von Kompetenzen, Werten und Erwartungshaltungen.
Schritt 3:
Durchführung individueller Auswertungsgespräche auf Basis der Ergebnisse der Festellungsverfahren und
gemeinsame Identifikation von realistischen beruflichen Lebenszielen.
Schritt 4:
Begleitung und Unterstützung bei der Verfolgung der beruflichen Lebensziele nach Absolvierung des Kurses.
Wie kann man eine soziale Qualifizierung selbst durchführen?
ceFAS bietet Schulungen für Dozenten/innen interessierter Bildungsdienstleister an zur Befähigung,
den Kurs „soziale Qualifikation“ eigenständig durchzuführen. Ferner übernimmt ceFAS die statistische
Auswertung der erhobenen Daten und stellt die Ergebnisse den Dozenten/innen für Auswertungsgespräche
zur Verfügung. Während der Projektlaufzeit ist dieser Service selbstverständlich kostenfrei.
Welche Instrumente werden eingesetzt?
Können:
Prinzipiell können alle Verfahren verwendet werden, die fachliche oder fachübergreifende Stärken von Personen
ermitteln. ceFAS arbeitete mit den Instrumenten „KODE®“ und „KODEX“.
Wollen:
ceFAS entwickelte ein Instrument zur Bestimmung von Wertprioritäten. Dieses Verfahren dient der Feststellung dessen,
was die Personen für ihr berufliches und zum Teil auch privates Leben als besonders wichtig bzw. wertvoll erachten
und welche Antriebe sie zu aktivem Handeln veranlassen. Darüber hinaus kam das Instrument „WERDE P®“ zur Bestimmung
von Basiswerten zum Einsatz (Hedonistische Werte, Nutzenwerte, ethische Werte und politische Werte) und deren
motivatorische Wirkung auf die Aktivierung von fachübergreifenden Kompetenzen.
Dürfen:
ceFAS konzipierte und erstellte einen Rollen-Manager, der dazu dient, Erwartungshaltung in Erfahrung zu bringen,
die Bezugsgruppen (Jobcenter, Familie, etc.) an die Kursteilnehmer stellen. Erwartungskonflikte werden dadurch
sichtbarer, die in einem Auswertungsgespräch gezielt diskutiert und für die gegebenenfalls Maßnahmen zur Lösung
erarbeitet werden.
Für das Auswertungsgespräch steht ein Leitfaden zur Verfügung, in dem deutlich wird, wie die Ergebnisse der
eingesetzten Instrumente zur beruflichen Entwicklungsplanung und –umsetzung verwendet werden können.


